Rezension zu „Schrödinger lernt"

von Kai Günster

Es dreht sich alles um die Person Schrödinger – evtl. kennt der ein oder andere schon weitere Bücher aus der Reihe, in denen Schrödinger so Einiges erlernen möchte. Dieses Mal möchte Schrödinger HTML5, CSS3 und JavaScript lernen und Webentwickler werden. Zusammen mit Schrödinger begibt man sich also in die Tiefen der Webentwicklung und lernt gemeinsam mit ihm nicht nur die Grundlagen. Viele Kommentare von Schrödinger entsprechen dabei genau dem, was der Leser selbst denkt: Hierdurch werden eigene Fragen schnell beantwortet, Wissen vertieft und ein Gefühl des Verstanden-Werdens vermittelt.

Dem Buch liegt ausreichend Theorie zugrunde, wobei hier mit Hinweisen und Tipps nicht gespart wird. Anhand von abgedrucktem Code, welcher auch schlecht sein kann und verbessert werden will,sowie hilfreichen Übungen kann der Leser selbst Hand anlegen und drauf los werkeln – und das auch mal in Umgangssprache und leicht verständlich.

Das Buch liefert auf 864 Seiten einen ausführlichen Einstieg in HTML, CSS und JavaScript. Doch vorher wird mit einem Einstiegskapitel über die Entstehung des Webs und der Entwicklung des Browsers begonnen. Es folgt das Kapitel über JavaScript, was zahlreiche Erklärungen und Übungen bietet. Dennoch bleibt es lediglich bei einem Einstieg in JavaScript. Für eine Vertiefung muss an dieser Stelle andere Fachliteratur herangezogen werden.

Vorsicht ist bei der Illustration des Buches geboten: Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, da das Buch sehr schnell als überhäuft und zu unstrukturiert wirken kann. Die Seiten sind sehr bunt bebildert und erinnern eher an einen Comic, teilweise finden sich handschriftliche Textpassagen, sowie Kästchen und Hervorhebungen – auch in der Programmier-Syntax. Ich persönlich finde, dass die Aufmachung dem Buch das gewissen Etwas verleiht und dafür sorgt, dass das Lernen alles andere als trocken ist. Es ist eben ein Mitmach-Werk und kein stures Schulbuch. Dennoch ist das eine subjektive Meinung – andere kommen mit dem Stil des Buches eher weniger zurecht.

Meiner Meinung nach hat es der Autor geschafft auf unterhaltsame Art und Weise viel Wissen zu vermitteln. Das Buch ist auch als Nachschlagewerk durchaus geeignet – auch wenn es beinahe wie ein Roman gelesen werden kann. Und mit 864 Seiten ist die Handhabung des Buches auch wirklich alles andere als leicht.

Um dem Buch folgen zu können, sind keine Vorkenntnisse notwendig. Thematisch beginnt es wirklich bei Null und richtet sich an jeden, der sich für HTML, CSS und die Grundlagen von JavaScript interessiert und mehr darüber lernen will.     

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